Wer, die Bank oder die Kunden, soll den Schaden tragen, der durch die Ausführung von Aufträgen durch Hacker entsteht? Kurz nach dem BGE 146 III 326 (siehe cdbf.ch/1150/), in dem das Bundesgericht das Verschulden einer Handelsgesellschaft an grober Fahrlässigkeit verneinte, sah sich das Tessiner Appellationsgericht mit demselben Problem konfrontiert. Entgegen der Entscheidung des Bundesgerichts stellt es ein schwerwiegendes Verschulden der Bank fest und weist auf die Gefahr der Kommunikation per E-Mail hin (Urteil 12.2019.148 vom 18. September 2020).